Makalu-Expedition 2001


Marcus Haub aus Frankfurt sandte uns heute einen ziemlich interessanten Hinweis zu. Es geht dabei um eine Expedition auf den fünfhöchsten Berg der Welt - den 8463-Meter-Riesen Makalu, die von den Naturfreunden Oberösterreichs organisiert und durchgeführt wird. Die Expedition startete am 28. März und wird bis Ende Mai 2001 abgeschlossen sein.

9 Männer und 2 Frauen aus Oberösterreich werden die gesamte Zeit von der Österreichischen Nachrichtenseite begleitet. Diese begleitet die Expeditionisten und berichtet tagtäglich fürs Internet. Wenn Ihr also die Geschehnisse und Probleme verfolgen möchtet, dann klickt hier.

Im folgenden ein Auszug aus der österreichischen Nachrichtenseite, die das Team begleitet:

Zum Berg

Makalu heißt auf Sanskrit Maha Kala, auf Deutsch der große Schwarze. Der 8463 m hohe formschöne und kantige Granitgipfel des Makalu ragt rund 20 km südwestlich des Mount Everest an der nepalesisch-tibetischen Grenze in den Himmel. Von Darjeeling aus erscheint er als markante Pyramide, vom Mount Everest aus als wuchtiges Massiv.

Die ersten Erkundungen und Besteigungsversuche erfolgten erst 1954. In diesem Jahr scheiterte eine französische Expedition unter der Leitung von Jean Franco, die bis zu einer Höhe von 7880 m vordrang. Edmund Hillary, der Erstbesteiger des Mount Everest, versuchte sich 1954 ebenfalls am Makalu. Er bezeichnete ihn damals als eines der schwierigsten Probleme des Alpinismus.

Der französischen Expedition, die bereits ein Jahr zuvor weit vorgestoßen war, gelang im Mai 1955 unter der Leitung des Ausnahmebergsteigers Jean Franco die Besteigung des nadelspitzen Schneeobelisken. Es war einer der größten Erfolge des Himalaya-Bergsteigens, denn alle acht Expeditionsteilnehmer sowie der Sirdar (= der für den reibungslosen Materialtransport verantwortliche Chef-Sherpa) erreichten den Gipfel. Bis heute wurden rund ein Dutzend Routen am Makalu durchstiegen. Bis Dato ist es noch keiner österreichischen Expedition gelungen, den Gipfel zu erreichen.

Die Expedition

Der Makalu zählt nicht zu den leichten" Achttausendern. Das liegt nicht nur an den relativ häufigen Wetterkapriolen, sondern auch an den hohen konditionellen und technischen Anforderungen. Der lange Zustieg zum Basislager ist mit ein Grund, warum dieser Achttausender sehr selten besucht wird.

Die Expedition der Naturfreunde Oberösterreich wird die Route der Erstbesteiger, die über den Nordgrat führt, in Angriff nehmen. Die Besteigung des Makalu soll ohne Verwendung von zusätzlichem Sauerstoff erfolgen.

Der Anmarsch ins Basislager wird etwa elf Tage in Anspruch nehmen. Er führt von Tumlingtar, in einer Seehöhe von 390 m im Flachland Nepals gelegen, in das 4700 m hoch gelegene Basecamp unter den Südwestabbrüchen des Makalu. Der Plan ist, über ein vorgeschobenes Basislager und drei Hochlager zum Gipfel zu gelangen.

Der Anstieg bietet jede Menge alpinistische Schmankerl, etwa die Eisflanke auf den Makalu La, eine Tour, die in Sachen Steilheit und Länge mit der Pallavicini-Rinne am Großglockner vergleichbar ist, nur eben in einer Höhe von 7400 m. Aber auch die Klettereien am Gipfelaufbau haben es ganz schön in sich.

Das Team

Das Team besteht sowohl aus erfahrenen Expeditionsbergsteigern als auch aus jungen Alpinisten, die erstmals an einem solchen Unternehmen teilnehmen. Einige Mitglieder der Mannschaft waren 1998 bei der höchst erfolgreichen Naturfreunde-Expedition auf den 8201 m hohen Cho Oyu (sechs der zwölf Teilnehmer erreichten den Gipfel) und im Jahr 2000 bei der Naturfreunde-Expedition zum dritthöchsten Berg der Welt, dem 8586 m hohen Kangchendzönga, mit dabei.

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