Von den großen Wänden dieser Welt

An der Brenvaflanke des Mont Blanc im Jahr 1865 beginnt sie, die Geschichte der großen Wände. Und obwohl seitdem unter den weltbesten Kletterern immer wieder von "letzten Problemen" die Rede war, ist sie noch lange nicht zu Ende.

Reinhold Messner zeichnet sie nach in seinem Buch "Die großen Wände" (beim BLV Verlag, DM 68). Gleichzeitig berichtet er auf der dem Buch beigefügten CD von seinen eigenen Erlebnissen und Erfahrungen an den Großen Wänden dieser Welt.

Er beginnt bei der Erfolgsgeschichte von Adolphus Warburton Moore, dem es mit seinem fünfköpfigen Team am Mont Blanc nicht mehr um den Gipfel, sondern um den Weg dorthin ging: Die Schwierigkeit wurde zum Maß aller Dinge.

Seitdem zog der Mythos der Unbezwingbarkeit der Großen Wände die Kletterer von den Westalpen in die Ostalpen, in die Dolomiten und den Kaukasus, in die Anden und schließlich in den Himalaya.

Messner lässt alle Generationen zu Wort kommen und hat anhand von privaten und veröffentlichten Erlebnisberichten, mit eigenen Schilderungen und mit einzigartigem Fotomaterial ein atemberaubendes und spannendes Stück Alpingeschichte nachgezeichnet.

Tragödien gehören dazu wie 1936 an der Eiger-Nordwand, als der letzte Überlebende eines Teams bei seiner Rettung vor Erschöpfung stirbt, Grenzsituationen wie 1947 an der Matterhorn-Nordwand, als Messner bei Gewitter und Sturm ebenfalls ums Überleben kämpft, Sternstunden wie 1970 am Nanga Parbat, als die Messner-Brüder als erste die höchste Wand der Welt durchstiegen hatten, und tiefste Finsternis, als 2 Tage später Günther Messner in einer Lawine zu Tode kommt....

Kernstück des Buches aber sind 50 Porträts der größten Wände weltweit - von der Monte-Rosa-Ostwand über die Aconcagua-Südwand, die Dych-Tau-Nordostwand bis zur Südwand des K2.

Messner zollt denen Respekt, die mit ihren Ideen und ihren Träumen wieder und wieder den Blick auf neue Horizonte eröffnet haben - heute wie vor 135 Jahren.

Buch-Infos:

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