Am Sonntag, den 17. September 2000 wurde
in dem neuen Kletterzentrum München um den Titel des
"Bayerischen Meister 2000" im
Schwierigkeitsklettern gekämpft.
Erstmalig wurde dieses Event von dem neugegründeten
"Landesfachverband für Sport-und
Wettkampfklettern", kurz BLSW genannt, ausgerichtet. Archiv Semmel sponsored
by
Chris Semmel und Stefan Kronschnabel übernahmen die
sportliche Leitung ebenso professionell, wie auch die
beiden Routensetzer Enrico Sanganas und Rainer Metz
eindeutig ihr Bestes gaben. Zuschauer wie Teilnehmer
zeigten sich sichtlich zufrieden.
Einzige Trübung an diesem Tag waren, wie schon bei der
vortätigen Bayerischen Jugendmeisterschaft im Scheidegg,
die Anzahl der Teilnehmer. So glänzten Profis wie
Marietta Uhden, Katrin Sedlmayer, Gebrüder Bindhammer
und viele mehr mit ihrer Abwesenheit. Der Grund dafür
lag an dem gleichzeitig veranstaltetem Boulder-Weltcup in
Rovereto/Italien. Kein Wunder also, dass die "Creme
de la Creme" der deutschen Wettkampfszene nicht
vertreten sein konnte, ging es dort doch um einiges mehr.
Für die Veranstalter zwar ein Nachteil, für die
Teilnehmer jedoch der Vorteil, leicht die ersten Plätze
zu ergattern.
Vor allem bei den nur 4 weiblichen Teilnehmern war
dadurch die Chance, eine der ersten 3 Plätze zu belegen,
extrem hoch. Die relativ unerfahrene Wettkämpferin, wenn
auch gute Kletterin Barbara Müller erreichte so den
Platz 3 und sicherte sich spielend einen der Pokale.
Steffi Mathar gewann bereits am Vortag den zweiten Platz
in den "Bayerischen Jugendmeisterschaften, Teil
1". Von der jungen Peißenbergerin werden wir in
nächster Zeit voraussichtlich noch viel hören, ihr
Kletterstil ist ebenso flink wie dynamisch.
Bei den Herren der ersten Plätze im Gesamtsieg handelt
es sich um Martin Häusler, der in der aktuellen
deutschen Rangliste bisher erst Platz 25 belegt, den
Landshuter Robert Heinrich auf Platz 7 der deutschen
Juniorenliste und um Willi Emmer auf Gesamtrang 49.
Trotz der Unterbelegung war es ein spannender Cup, bei
dem alle Kletterer motiviert und mit Biß bei der Sache
waren.
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