Worldcup Bouldern bei den Ispo Summer Games
Das gesamte Wochenende über, während der Austragung des Boulderweltcups regnete es in München in Strömen. Da der Wettkampf auf der Outdoorarea stattfinden sollte, mußten die YOZ-Veranstalter in einer Nacht- und Nebelaktion noch spezielle Zeltplanen über den Kletterwänden anbringen.

Bouldern, das bedeutet: schwierigste Kletterzüge in kurzer Zeit zu bewältigen. Aktionsort waren diesmal drei 5 Meter hohe "Riesenpilze". Um die Kletterwand für einen ultraharten Weltcup auszustatten, mußten die Kletterflächen stark überhängend gestaltet werden.
Für das Publikum ist diese Art Wettkampf besonders interessant, da der Zuschauer aufgrund der niedrigen Höhe immer mitten im Geschehen ist, wenn die internationale Elite des Kletterns an den Boulderüberhängen kämpft.
Jeder Kletterer mußte 6 verschiedene Boulder versuchen; für jeden Boulder gab es ein Zeitlimit von 6 Minuten. Hier ist also nicht die Ausdauer gefragt, sondern Technik und Maximalkraft.
Bei den Herren schaffte es der Spanier Pedro Pons im Finale alle Schwierigkeiten zu meistern; jedoch dicht gefolgt von dem Franzosen Daniel Dulac und dem Russen Salavat Rakhmetov. Die deutschen Teilnehmer zeigten sich diesmal nicht in bester Boulderverfassung. Erst an 14. Stelle konnte sich Karsten Borowka, und an 16. Stelle Benedikt Haager etablieren.
Dagegen glänzte bei den deutschen Damen die Münchnerin Marietta Uhden um so mehr. Sie konnte als einzige Frau 4 der 6 Finaleboulder flashen und errang sich damit wohlverdient den Platz 1 im Weltcup.
Auch die junge Münchnerin Tanja Bauer schaffte es, sich einen der vordersten Ränge zu sichern, sie erkämpfte sich den 5. Platz.
Wie immer gab es auch nach diesem Wettbewerb den beliebten "High Jump Contest", bei dem es darum geht, unendlich weit entfernte Griffe sprichwörtlich anzuspringen. Trotz des schlechten Wetters wollten sich die zahlreichen Zuschauer diese spannende Aktion nicht entgehen lassen und feuerten die Boulderspringer enorm an.
Der bisherige Weltrekord von 2,70 Metern (Griff zu Griff-Berechnung) wurde diesmal nicht annähernd erreicht. Äußerstes Limit, erbracht von dem Kanadier Don Archambault, waren 2,25 Meter. Der deutsche "Krafthengst" und oftmaliger High-Jump-Winner Toni Lamprecht, bekam bei 2,10 Metern den entscheidenden Griff so unglücklich zu fassen, dass er hinausfiel.
Bei den Frauen gewann souverän die Münchnerin Tanja Bauer mit einer Springweite von 1,70 Metern.
Insgesamt waren es 2 Tage voller Spannung in einer guten Atmosphäre, die sowohl den Teilnehmern, als auch den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben werden.
ERGEBNISLISTE (die jeweils ersten 10 Plätze)
HERREN

DAMEN
