Bericht über den Weltcup in Kuala Lumpur von Andreas Bindhammer


Andreas Bindhammer schickte uns netterweise seinen Kurzbericht zum Weltcup in Kuala Lumpur Malaysia. Das Foto ist von Eyer/Iseli der Schweizer Jo-Seite. Wer zu den Ergebnislisten will, klickt hier

"Es ist gar nicht so leicht, die Eindrücke von einem Land zu vermitteln, das man nicht wirklich besucht hat. Bei unserem Wochenendtrip nach Kuala Lumpur (mit Zwischenlandung etwa 16 Std. Flug entfernt) bekamen wir jedenfalls nicht allzu viel von Malaysia zu sehen. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel bemerkten wir englische Niederschlagshäufigkeit und dazu kompatibles Fahrverhalten (Linksverkehr), dafür aber ganz und gar nicht europäische Temperaturen ( ca.35°) mit dazu passender Vegetation in Form von Palmen. An unserem einzigen Ruhetag vor dem Wettkampf widmeten wir uns der Zeitverschiebung von 7 Stunden gegenüber der MEZ. Nach einem Flug ohne wirklichen Schlaf (in direkter Nachbarschaft zum Triebwerk!) konnte man immerhin ohne Probleme auf der Stelle ins Reich der Träume wandern...

Wir waren am Morgen (nach Ortszeit) angekommen und hatten uns den Wecker gestellt, um nicht zu lange zu schlafen und in den herrschenden Zeittakt zu kommen. Den restlichen Tag könnten wir noch das Ambiente der Einkaufszentren um das Hotel genießen - ein riesiger Basar in einer klimatisierten Halle, feilschen (natürlich englisch) ausdrücklich erwünscht... Überhaupt schien alles in Malaysia Klimaanlage zu haben, vom Kleinwagen bis zum Uralt-Bus mit tropfender Do-It-Yourself-Aircondition. Alternativ gab´s Outdoor-Sauna bis zum Abwinken...

Die Wettkampfhalle war von beeindruckenden Dimensionen - was die Wand wiederum etwas klein erscheinen ließ. Und durch die in das Wandsystem eingebauten Holzplatten auch etwas schäbig... Aber die Halle war ganz im Gegensatz zur Isolationszone gut temperiert ( man hatte die Bezeichnung Warm-Up-Bereich wohl zu wörtlich genommen). Wer nach dem Aufwärmen noch etwas Körperflüssigkeit übrig hatte, konnte sich dann noch in den abwechslungsreichen Routen der Wettkampfwand den Rest geben. Man hätte aber nie vermutet, dass die lokalen Routensetzer von durchweg kleiner Statur zu solch weiten Zügen tendieren... Allen Längenzügen - durch geschickte Griffwechsel - und dem Jet-Lag zu Trotz schaffte es Christian Bindhammer, im Finale einen furiosen Lauf hinzulegen, nachdem er sich von Runde zu Runde kontinuierlich gesteigert hatte. Nur Alexandre Chabot, der in diesem Wettkampf die konstanteste Leistung zeigte, kam noch bis zu diesem Punkt und wurde aufgrund der Vorrundenresultate noch vor Christian gewertet. Beispielhaft bei dieser Veranstaltung: die Medienpräsenz und das Preisgeld (5000.-$ für Platz 1). Davon kann man in Europa nur träumen... Kaum war die Siegerehrung vorbei ging´s für uns schon wieder ab zum Flughafen. Was nehmen wir mit von unserer Reise? - Es ist verdammt schwül, die Währung heißt Ringgit und man MUSS unbedingt handeln... ;-)  

Von Andi Bindhammer