Neue Wettkampfregeln DAV Bouldern 2002 - Testmodus


Pressemitteilung DAV

Nach verschiedenen Diskussionen auch mit anderen Verbänden, befinden sich die Boulderregeln sehr in Diskussion und in möglicher Veränderung. Bevor auf internationaler Ebene etwas verändert wird, ist es erst mal günstig, man gewinnt Erfahrungswerte auf nationaler Ebene. Ich denke, dass es beim Bouldern wirklich angezeigt ist, die Transparenz und auch die Spannung zu erhöhen.

Bitte habt daher Verständnis, dass wir ab und an was ändern und auch eventl. während der Saison schon Anpassungen gemacht werden. Wir müssen einfach ausprobieren und testen, um für den Sport die effektivsten Änderungen zu realisieren. Bitte helft dabei mit, gemeinsam die Wettkampfformate zu verbessern. Dafür ist uns natürlich Eure Meinung sehr wichtig, die nach den Wettkämpfen abgefragt wird.

Der Ablauf in groben Zügen, soll so aussehen:

In der Qualirunde handelt es sich verstärkt um gemeinsames Bouldern mit Wettkampfcharakter; die Finalrunde ist dann quasi ein "shoot out" der Besten der Quali. Wobei die Übersichtlichkeit und Transparenz deutlich größer als bisher ist. Die Routenbauer sind sicherlich etwas mehr gefordert als bisher, die Schiedsrichter müssen schneller entscheiden.

Im Detail wie folgt:

  1. Ein Boulderwettkampf kann für Damen und Herren getrennt folgendermaßen durchgeführt werden: Der Wettkampf besteht aus zwei Runden: einer Qualifikationsrunde und einer Finalrunde. Alle Starter einer Klasse klettern in der Qualifikationsrunde 4 bis 8 Boulderprobleme in einer Gesamtzeit, die in Abhängigkeit von Teilnehmern und Anzahl der Boulder gewählt wird (2 – 3 Stunden). Für jedes Problem stehen 4 Versuche zur Verfügung, gewertet wird nach internationalem Modus (Zone, Top). Die Versuche können innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit gemacht werden; dies muß nicht direkt hintereinander erfolgen. Die besten 5 Damen und 8 Herren kommen in die Finalrunde.
  2. In der Finalrunde gibt es 4 Boulderprobleme. Allen Finalteilnehmern stehen 6 Minuten Besichtigungszeit zur Verfügung, in der den Startern die Boulder erklärt werden. Versuche sind in dieser Zeit nicht zulässig. Gestartet wird in umgekehrter Reihenfolge des Ergebnisses der Qualirunde. Für jedes Boulderproblem stehen 2 Minuten Zeit oder 2 Versuche zur freien Verfügung. Jeder Griff wird wie beim Schwierigkeitsklettern (also mit + und – Wertung) gezählt, der beste Versuch wird gewertet. Bei Top-Begehungen wird die Anzahl der Versuche bis zum Top auch gewertet. Eine festgelegte Quotenregelung ergibt den Finalverlauf: den ersten Finalboulder versuchen 5 Damen und 8 Herren, den zweiten 4 Damen und 6 Herren, den dritten 3 Damen und 4 Herren und den letzten 2 Damen und 2 Herren.

Noch ein paar Anmerkungen zu Traunstein: Bei den ersten 2 Finalbouldern hat man 2 Minuten Zeit, den Boulder zu probieren, die Versuche werden gezählt. Beim dritten und vierten Boulder stehen je zwei Versuche zur Verfügung. Der Ablauf ist dann wie folgt: Nach einem Versuch (ohne top-Begehung) kommt man zurück in eine Zwischeniso und macht, wenn alle dran waren, den zweiten Versuch.

Haben mehr Starter als die Quote eine absolut gleiche Wertung, dann kommen diese auch in die nächste Runde. Dort bleibt dann die Quote erhalten, sprich es würden also bei diesem Boulder dann auch mehr ausscheiden.