
Alle Bilder & Text: Klaus Wolf
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Nach nun fünf Wettkämpfen ist es geschafft! Die Baden-Württembergischen Meisterinnen und Meister in allen Jugendklassen stehen fest. Doch bevor die jeweils ersten drei jeder Altersklasse die wertvollen Sachpreise und Pokale für ihre erfolgreichen Anstrengungen einstreichen durften, galt es zunächst noch den Finalwettkampf in Heilbronn zu bestreiten, der anlässlich der Neueröffnung der Kletterarena Heilbronn stattfand.
Die Routensetzer Andreas Bindhammer, Daniel Hummel und Klaus Wolf hatten sich in den beiden vorausgehenden Tagen ausgiebig am 18,5 Meter hohem und bis zu 12 Meter überhängendem Wettkampfbereich ausgelassen und insgesamt neun Routen für den Jugendcup und die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Aktiven gesetzt.
Pünktlich gegen 10.00 Uhr am Samstag Morgen durften sich die insgesamt 35 Wettkämpfer in den beiden Qualirouten versuchen, die es galt im Flash zu durchsteigen. Die besten sechs jeder Altersklasse zogen daraufhin ins Finale ein. Begonnen wurde hier wie immer mit der weiblichen Jugend, die als einzige Altersklasse noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier um 15.00 Uhr in die Route durfte. Da die in der Gesamtwertung bei der weiblichen Jugend A bereits feststehende Siegerin Nadine Ruh wegen der parallel stattfindenden Jugend WM nicht am Start war, wurde ein spannender Wettkampf mit knappen Ausgang zwischen Claudia Mattissek (Freiburg), Nicole Huber (Leutkirch), Dagmar Cuno (Eichenkreuz Stuttgart) und Susanne Stierle (Stuttgart) erwartet. Letztendlich konnte sich Susanne Stierle in der Finalroute im Schwierigkeitsgrad 8 mit einer beachtlichen Höhe von 12,5 Metern gegen die Konkurrentinnen durchsetzen und sich vor Claudia Mattissek und Dagmar Cuno ihren ersten Jugendcupsieg sichern.
Gegen 17.00 Uhr durften nun endlich auch die Jugend B ihr Finale bestreiten. Hier war bis dahin in der Gesamtwertung noch alles offen, in der Jan Ruh (Konstanz), Jan Berner (Leutkirch) und Stefan Brugger (Hochrhein) noch alle die Möglichkeit hatten, den Gesamtsieg zu erlangen. Allen dreien war der vorletzte Zug in der Finalroute (9-) zu lang, so dass wiedereinmal ein Superfinale her musste. Zuvor war aber noch die Jugend A am Zug, die diesmal die gleiche Finalroute wie die Jugend B zu bestreiten hatte. Da auch hier der bereits feststehende Gesamtsieger Sebastian Hartung (Schwäbisch Gmünd) bei der Jugend WM war, konnte sich der Stuttgarter Jochen Perschmann den Tagessieg mit einer Topbegehung vor Stefan Bühl (Oberer Neckar) und Philipp Hofmann (Reutlingen) sichern.
Zusammen mit den Junioren wurden die drei Superfinalisten der Jugend B in die Isolation geschickt. In der von Andreas Bindhammer geschraubten 10- konnte sich Jan Ruh mit einer Höhe von 16,0 Metern, die ihm auch bei den Junioren (!) zum Sieg gereicht hätte, vor Stefan Brugger und Jan Berner behaupten. Damit geht auch die Gesamtwertung an ihn, auf den zweiten Platz hat sich Stefan Brugger vor Jan Berner geschoben.
Auch bei den Junioren war der uneinholbare Timo Preußler aus Schwäbisch Gmünd bei der Jugend WM gemeldet und konnte somit nicht ins Geschehen mit eingreifen. Der Sieg ging damit an Aric Merz (Schwäbisch Gmünd), vor Benjamin Becker (Stuttgart) und Mattias Speckle (Ludwigsburg). Der Gesamtsieg geht an Timo Preußler vor Benjamin Becker und Jürgen Gutekunst (Reutlingen).
Alles in allem war die Baden-Württembergische Jugendcupserie ein voller Erfolg und hat sich somit für die Zukunft etabliert, vor allem auch wegen des tollen Engagements der Sponsoren EnBW und Kollektiv-Sports, den Austragenden Sektionen und deren zahlreichen Helfer. Wir dürfen uns also auch im nächsten Jahr wieder auf einen spannenden Jugendcup freuen.

Nach dem bereits am Vortag das Finale zum Baden-Württembergischen Jugendcup 2002 stattgefunden hatte, durften Sonntags die Aktiven die neue Wettkampfwand mit ihrer Höhe von 18,5 Metern und bis zu 12 Meter Überhang bestaunen und beklettern. Während sich bei den Damen gerade einmal vier Starterinnen gemeldet hatten, darunter immerhin Damaris Knorr aus Ludwigsburg, waren es bei den Herren ganze 16 an der Zahl.
Eigentlich waren die Qualifikationsrunden sowohl bei den Männern als auch bei den Damen als Onsightrunde gedacht. Nachdem sich aber herausstellte, dass die Aufwärmbereich für 20 Starter deutlich zu klein geraten war, wurde aus der Onsightquali mit einstimmigem Einverständnis der Wettkämpfer, kurzerhand eine Flashquali gemacht. Lediglich die Damen, die nur eine Qualiroute zu klettern hatten, mussten diese im Onsight klettern und wurden in die Iso geschickt.
Bei den Herren zeigte sich dann recht schnell, dass ein starkes Teilnehmerfeld vertreten war, darunter erfahrene Wettkämpfer wie Robert Mate, Benjamin Sillmann, Thomas Hamm, Aric Merz und Tobias Gartmann. Die Hälfte der Wettkämpfer konnte sowohl die erste Quali (8) als auch die zweite Quali (9-) toppen, womit die Platzierung der acht Finalisten einzig und alleine vom Finale abhing.
Bei den Damen konnten bis auf Ursula Veit alle Wettkämpferinnen die Route im Schwierigkeitsgrad 8- durchsteigen. Für das Finale hatte Routenbauer Andreas Bindhammer eine knackige 7c+ gesetzt, die einzig Damaris Knorr toppte und sich damit den Titel der Baden-Württembergischen Meisterin 2002 sicherte. Auf Platz zwei folgte Sabine Schäfer aus Friedrichshafen vor Alexandra Schweikart aus Freudenstadt und Ursula Veit aus Friedrichshafen.
Bei den Herren wurde es dann richtig spannend. Aric Merz (Schwäbisch Gmünd) und Tobias Gartmann (Offenburg) hatten bereits beachtliche Höhen erreicht und waren nur knapp unterhalb der Umlenkung rausgekippt als die beiden letzten Starter Benjamin Sillmann (Freiburg) und Robert Mate (Konstanz) unter tosendem Beifall der zahlreichen Zuschauer top kletterten. Andreas Bindhammer verschärfte die 8a daraufhin kurzerhand mit dem Ausstieg des Juniorenfinales vom Vortag. Es kam wie es kommen musste, beide Wettkämpfer fielen bei exakt dem gleichen Zug aus der Route und dürfen sich nun beide Baden-Württembergische Meister nennen. Platz drei belegte Tobias Gartmann.
Mit ihrer neuen Kletterhalle hat die Sektion Heilbronn eine hervorragend geeignete Wettkampfwand zur Verfügung und wir dürfen uns in Zukunft noch auf spannende Wettkämpfe dort freuen. Einziger Kritikpunkt ist der bisher noch fehlende Isolationsbereich mit Aufwärmwand, der unter dem enormen Zeitdruck nicht mehr pünktlich zu realisieren war. Dies sollte aber für die Zukunft kein Problem darstellen, da genug Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, in denen problemlos eine Aufwärmwand untergebracht werden kann.
Wir danken den zahlreichen Helfern der Sektion Heilbronn und dem Sponsor EnBW für ihr Engagement und dem damit verbundenem problemlosen Ablauf des Wettkampfes.
Klaus Wolf