Lumignano - Monte Brojon


Manche kennen das Gebiet, manche nicht. Kaum einer denkt jedoch daran hinzufahren, und legt seinen Stop wie gewohnt bei Arco am Gardasee ein. Dabei lohnt sich ein Besuch durchaus. Im folgenden wollen wir Euch nur einen kleinen Vorgeschmack geben. Mehr zu dem Gebiet findet Ihr entweder bei Mnet (siehe Link ganz unten) oder in den nächsten Tagen im neuen Kletternheft (5/2001).

Über das Gebiet

Monte Brojon bei Lumignano bietet mehr als 50 Routen unterschiedlichster Kletterei. Es besteht aus insgesamt vier Sektoren, wobei der Sektor Strapiombi bei den schwerer Kletternden am beliebtesten ist. Er hängt stark über und bietet an die 15 knackige Touren im Bereich 7a bis 8b.

Der Sektor Brojon Classico hingegen ist bunt durchgemixt. Es existieren superleichte Routen von 4+ bis hin zu 6 c und vereinzelt ein paar Hardcoreteile. Insgesamt gibt es hier derzeit 34 Routen, wo wirklich für jeden etwas dabei ist.

Der Sektor Pilastro ist etwas kleiner (10 Touren ca.) und geht ab ca. 6c los, und der letzte mit Namen Sektor Sotto gli Strapiombi hat ein paar (derzeit 5) Routen im 7 b-Bereich aufwärts.

Gestein und Kletterei

Die Art der Kletterei variiert von Sektor zu Sektor stark. Insgesamt ist es geniales Kalkgestein, teilweise gut gelöchert. Die Routen im Sektor Strapiombi sind überhängend an großen Griffen, jedoch hart und kurz. Am Dach bei diesem Sektor kann man sich durchaus die Zähne ausbeissen. Die Routen im Sektor Pilastro hingegen sind senkrecht und um einiges länger. Der Sektor Classico bietet alles durchgemixt.

Wie kommt man hin?

Lumignano liegt ein paar Kilometer südlich von Vicenza. Von Vicenza aus folgt man der Autobanhstraße SS247. Nach Longare kurz danach nach Costoza & Lumignano rechts abbiegen. Der Monte Brojon und die anderen 3 Sektoren sieht man sofort nach dem ersten der beiden Dörfer. Den Wagen vor der Kirche parken, ein paar Stufen hinaufsteigen und dem gut ausgelatschten Trampelpfad Richtung "Einsiedler" folgen. Nun nicht nach links dorthin abbiegen, sondern rechts halten, den Bach überqueren und zu den Felsen hinaufgehen.

Zum klassischen Lumignano-Gebiet fährt man übrigens an der besagten Kirche vorbei, fährt weiter durch den Ort bis zum Ende der Straße.

Wo kann man übernachten & einkaufen?

Hier liegt wohl eindeutig ein Nachteil zu Arco. Lumignano ist superklein und fürs Nightlife nicht gerade geschaffen. Es existieren nur ein paar kleine Bars und ein kleiner Supermarkt.

Zum Übernachten kann man sich an die Pizzeria im Ort wenden, sie beitet als einzige Schlafmöglichkeiten. Desweiteren existiert ein Campingplatz in Vicenza (muß man natürlich wieder ein Stück fahren). Camping Vicenza; Strada Pelosa 239, Tele: 0444/582311. In Vicenza selbst gibt es zwar Hotels und Pensionen, aber nicht gerade billig.

Die beste Jahreszeit

Die besten Jahreszeiten sind eindeutig Frühling und Herbst. Die Felsen sind südost- und südwestseitig ausgerichtet. Im Winter kann man an sonnigen Tagen ebenfalls an manchen Touren gut klettern, aber Arco eignet sich von der Auswahl her natürlich besser. Vorsicht ist im Winter auch wegen dem Nebel in der Poebene geboten.

Routen von links nach rechts

Sektor Classico

Sektor Strapiombi

Sektor Sotto gli Strapiombi

Sektor Pilastro

Mehr Infos und Anfahrtsskizzen erhaltet Ihr hier auf Englisch