BigWall-Klettern im Dschungel Borneo´s &

Sportklettern: Neulandsuche in Thailand - 2 Diavorträge


Foto Archiv Dr. Volker Schöffl

Atemberaubende Bilder einer Kletterexpedition

Hochgiftige Schlangen, wolkenbruchartige Regenfälle, maschinengewehrbewachte Felsklippen - In einem Diavortrag mit beeindruckenden Bildern berichten der Bamberger Arzt und Sportmediziner Dr. Volker Schöffl und der Kulmbacher Kletterwandbauer Carsten Seidel am 19.März 2002 im Kletterzentrum Thalkirchen, Thalkirchnerstraße, über ihre Erlebnisse im Dschungel von Borneo und auf den südlichen Inselgruppen von Thailand.

Ein sagenumwobener Felsgipfel mitten im Dschungel von Borneo, der BatuLawi (2200 m), war das Ziel einer Gruppe extremer Kletterer im Frühjahr 1999. Unter ihnen der Bamberger Arzt und Sportmediziner Dr. Volker Schöffl. Beim Versuch einer Erstbegehung durch die bisher unbestiegene 400 m hohe Ostwand der Felsnadel, kämpften die Extremsportler mit besonders widrigen Umständen: Wolkenbruchartige Regenfälle, hochgiftige Schlangen und die völlige Abgeschiedenheit von jeglicher Zivilisation machten dem Team während des dreiwöchigen Aufenthaltes im Dschungel arg zu schaffen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es nur zwei Expeditionen überhaupt gelungen, den Gipfel zu erreichen.

Im zweiten Teil des Vortrages geht es um die Erschließung neuer Sportklettergebiete im südlichen Inselgebiet von Thailand. Während sich die Region um Krabi in Thailand inzwischen zu einem weltweit anerkannten und populären Klettergebiet entwickelt hat, sind die Inselgruppen im Süden davon weitgehend unberührt. Eine deutsch-amerikanische Expedition machte sich im Frühjahr 2000 mit einer Segeljacht auf, um neue Kletterziele zu entdecken. Dabei stießen sie zunächst auf große Schwierigkeiten: In vielen der hohen Felsklippen nisten Mauersegler, deren Nester als hochgehandelte kulinarische Spezialität gelten. Die Nester werden von den Einheimischen in halsbrecherischen Aktionen geerntet und dann im asiatischen Raum als Suppe ausgekocht verzehrt; dem zähen Schleim der Nester wird zudem eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.
Aus diesem Grund werden die Nistplätze der Mauersegler scharf bewacht. Schwerbewaffnete Boote umkreisen Tag und Nacht die zum Teil sogar verminten Inselgruppen. Erst nach langwierigen Verhandlungen mit den lokalen Autoritäten konnten die Kletterer dann auch wirklich Hand an den Fels legen, immer bewacht von Aufsehern. Der Lohn der Sportler waren Erstbegehungen von Kletterrouten bis zum zehnten Schwierigkeitsgrad in fast gänzlich unberührter Natur.

Dr.Volker Schöffl, Arzt im Bamberger Klinikum ist neben seiner Tätigkeit als Mannschaftsarzt der deutschen Sportkletter-Nationalmannschaft auch selbst extremer Kletterer. Bisherige Kletterexpeditionen führten ihn zum Baruntse (7220m) nach Nepal, Laos, den Philippinen und immer wieder auch nach Thailand. Dabei ist es die Verbindung von extremem Leistungsport einerseits und neuen Kulturkreisen in fernen Ländern andererseits, welche ihn immer wieder aufs Neue reizt. Dr.Schöffl ist beim Bamberger Alpenverein Referent für Sportklettern.

Carsten Seidel, lokale Klettergröße und Kletterwandbauer aus Buchau, ist seit vielen Jahren eine treibende Kraft im Klettersport. Der frühere Weltcup-Teilnehmer und Erstbegeher schwerster Sportkletterrouten im fränkischen Raum bereiste nahezu alle bedeutenden Sportklettergebiete auf der westlichen Halbkugel.

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