Zugspitze Nordwand 2962m - Vermutlich eine Erstbegehung durch die Nordwand


Es gibt viele Möglichkeiten, auf dem höchsten Berg Deutschlands einen Traumtag zu erleben. Eine geht mit der Zahnradbahn oder doch die Eibsee – Seilbahn, oder zu Fuß über die verschiedenen Anstiegsmöglichkeiten. 
Mein Kletterfreund aus Garmisch Marcel Rossbach (Heeresbergführer und Bergführer Anwärter) und ich, Matthias Robl (Salewa Alpinextrem Team) dachten uns, wir versuchen eine neue Linie durch die selten begangene Nordwand. Am 13.05.06 war es nun soweit, wir trafen uns um 02.30 Uhr in Garmisch bei der Tankstelle, mit dem Auto hinauf zur Eibseebahn und ab zu Fuß, Start um 03.00Uhr hinauf zur Nordwand. Schnell hatten wir ein gutes Tempo erreicht und waren in weniger als zwei Stunden am Bayrischen Schneefeld (Einstieg Stollen - Zahnradbahn). Nun mussten wir uns schon gut orientieren in der doch großen Wand. Zwei Mal hatten wir uns ein wenig verhauen, doch das hatten wir mit wenigen Abstiegsmetern wieder im Griff. Im oberen Bereich wurde es nun schwieriger, ein 10 Meter hoher Felsaufschwung vom feinsten, zwei Haken in den Fels, die sehr schlecht waren und ab hinauf ins Eis. Nun stand die letzte Seillänge vor uns, ein gewaltiger Plattenpanzer aus Fels, zum Glück war eine 5 bis 10cm dünne Eisschicht drauf, sonst wäre es deutlich schwieriger geworden. Die letzten Meter zum höchsten Punkt Deutschlands waren nicht mehr schwierig. Nach genau 8 Stunden hatten wir die Nordwand hinter uns. 


Zustieg:
Eibseebahn parken und weiter zu Fuß die Skipisten entlang hinauf zum Stollenloch der Zahnradbahn. Nun immer in der Wandmitte durch die Nordwand, unsere neue Linie geht oben nach links und man kommt genau in der Gipfelfalllinie ans Ziel.

Schwierigkeiten:
Eisklettern bis M5+
Felsklettern bis 5

Absicherung:
In der Wand schlecht, 
ein gutes Hakensortiment – Keile und mittlere Friends.
Eisgeräte und Steigeisen für den Frühling

Zeit: 8- 15 Stunden

Abstieg: Seilbahn 

Info: www.matthiasrobl.de