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18.12.2004, 11:28 Uhr
schnecke33w
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Hallo
Ich habe ähnlich wie ihr, einen langen Leidensweg hinter mir. Ich denke niemand, der diese Schmerzen nicht erlebt hat, kann auch nur ansatzweise erahnen was man da mitmacht.
Also mein Erfolgsrezept ist eigentlich keines, ich denke jeder muss ein Stück weit seinen eigenen Weg finden, aber ein paar Tips möchte ich doch geben:
Bei Schmerzen aufgrund von Stürzen könnt ihr es mit dem homöopatischen Mittel: Arnica C200 (einmal drei Globuli im Mund zergehen lassen und bei Bedarf nach vier Wochen nochmals wiederholen.. nicht früher) versuchen. Solltet ihr aber nicht wissen woher diese doofen Schmerzen kommen, wie das bei mir der Fall war.. sie waren irgendwann einfach da!!!! ... dann besorgt euch die Globulies: Hypericum C200 (auch drei Kügelchen im Mund zergehen lassen und mind. 4 Wochen warten um es dann ggf. nochmal zu wiederholen). Was auch sehr gut hilft: täglich ein gutes Vitamin B-Komplex und ein Teufeslkralle- Präperat einnehmen. Das hilft gut gegen die Entzündungen und ist keine Chemie. Übrigens das beste und höchstdosierte Teufelskrallepräperat gibts von Rathiopharm.
Dann müßt ihr euch auf alle Fälle helfen lassen. Der beste Ansprechpartern ist ein Krankengymnast... im Idealfall wäre ein Osteopathe zu empfehlen.. ich habe extrem gute Erfahrungen damit gemacht. Hier werden v.a. mechanische Probleme beseitig. Wenn das Steißbein ein bischen gekrümmt ist und es deshalb zu diesen Entzündungen und/oder Schmerzen kommt, dann wird der Therapeut das ganz sachte in die richtige Richtung "biegen". Keine Sorge... das tut nicht weh, ist vielleicht ein bischen unangenehm (da dies anal durchgeführt wird) hilft aber dann sofort und es ist ggf. noch nicht einmal mehr ein weiterer Termin nötig. Bitte keine Angst vor dieser Prozedur haben.
Sollte das Problem aber nicht mechanisch gelagert sein, wird ein Osteopath euch trotzdem Erleichterung verschaffen, indem er durch einfachste Handgriffe Lockerungen des Gewebes erzielt.. ist eine sehr angenehme Sache!
Womit ich mit die besten Erfahrungen gemacht habe, weil mein Problem einfach nicht mechanisch gelagert war ist... die Akkupunktur!! Die kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen. Es verschafft sofort Erleichterung, der Schmerz läßt nach und man kann mal wieder richtig Durchatmen.. auf Dauer wird der Schmerz auch immer weniger, die Entzündung geht zurück.
So, das waren nun ein paar Tips von einer bebeutelten Leidensgenossin.... Ich möchte vorausschicken, dass ich nun nach über einem Jahr seit ein paar Monaten nahezu beschwerdefrei bin. Ich würde sagen, ich denke zu 99% nicht mehr daran, dass ich ein Steißbein habe... grins! ABER: Mein großer Druchbruch war ein ganz andere!!! Und zwar bei meiner letzten Krebsvorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt hab ich das Problem auch angesprochen, worauf mir mein Arzt empfohlen hat einfach die Pille abzusetzen. Er meinte die Pille würde, ähnlich wie in einer Schwangerschaft das Gewebe auflockern, das Steißbein hätte dann zu viel "Spiel" und es kommt dann zu Entzündungen. Etwas ungläubig, aber man macht ja alles mit diesen Schmerzen, habe ich die Pille abgesetzt und siehe da... seit diesem Zeitpunkt sind meine Schmerzen wirklich ganz kontinuierlich und stetig immer besser geworden. Es dauert zwar schon ein paar Monate, weil sich das Gewebe wieder straffen muss, das geht nicht so schnell, aber ich hab ziemlich schnell gemerkt, dass genau diese Pille wohl der ausschlaggebende Punkt war.
Das soll für alle Frauen hier lediglich ein Denkanstoß, eine Überlegung sein... vielleicht ist das ja auch bei euch so, nicht umsonst scheinen wir Frauen hauptsächlich von dieser Plage betroffen zu sein. Was ich aber schlimm finde ist, dass davon nirgendwo etwas zu lesen oder zu hören ist... warum?? Die Lobby unserer Pharmaindustie???
Ich möchte euch zum Schluss noch allen Mut machen.. auch wenn man manchmal am Verzweifeln ist und nicht mehr weiter weiß... es gibt sicher einen Weg und Chancen da wieder rauszukommen. Wer mir eine Mail schicken will kann das unter: zwetschge2@yahoo.de tun.
Alles Liebe und gute Besserung an alle Susanne |