Re: Schlafprobleme


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Posted by DocDoc (145.253.102.12) on November 08, 2000 at 13:05:52:

In Reply to: Schlafprobleme posted by Bettina on November 08, 2000 at 12:37:05:

Glück gehabt, war grade online. Hier alles, was für dich wichtig sein könnte:

Was während des Schlafs passiert, ist besonders für Personen mit Schlafstörungen wichtig, denn viele Menschen haben falsche Vorstellungen vom Schlaf oder seiner Dauer und stellen deshalb auch unrealistische Erwartungen an ihn.
Vollständig bekannt ist jedoch noch nicht, warum wir schlafen müssen und was sich im Schlaf genau abspielt.
Stadien des Schlafes
Die Messung der Hirnströme im Elektroenzephalogramm (EEG), sowie die Aufzeichnung der Muskelspannung und der Augenbewegungen im Schlaflabor haben es möglich gemacht, den Schlaf in fünf Schlafstadien zu unterteilen: den REM-Schlaf (auch Traumschlaf genannt) und die vier Schlafstadien des NON-REM-Schlafs. Im REM-Schlaf sind unter den geschlossenen Augenlidern des Schläfers starke schnelle Augenbewegungen zu erkennen. Sie haben dieser Phase ihren Namen gegeben. REM ist die Abkürzung für rapid eye movements. Im REM-Schlaf sind die Träume besonders intensiv, und er ist in vielen hirnelektrischen und auf den Stoffwechsel bezogenen Merkmalen dem Wachzustand ähnlicher als der restliche Nicht-REM-Schlaf. Wird jemand in dieser Phase geweckt, kann er sich meistens noch detailliert an den Traum erinnern. Männer haben in 80 Prozent ihrer REM- Schlaf-Phasen Erektionen. Diese Tatsache nehmen die Mediziner zuweilen bei der Diagnose von Erektionsstörungen zu Hilfe. Denn: sind Erektionen im REM-Schlaf vorhanden, liegt die Störung höchstwahrscheinlich nicht im organischen Bereich.
Im Alter nimmt die Schlafdauer ab – auch die REM-Phasen werden kürzer
Der übrige, sogenannte Non-REM-Schlaf wird in vier Stadien unterteilt.
Stadium 1 und 2 sind leichte Schlafstadien, Stadium 3 und 4 sind Tiefschlafstadien.
Im Stadium 1 können selbst leise Geräusche den Schläfer wecken.
Den größten Teil des Schlafes verbringen wir im Stadium 2.
Mit der Durchwanderung der vier Stadien wird der Schlaf zunehmend tiefer. Der Tiefschlaf und der REM-Schlaf sind für die Erholung von Körper und Geist am wichtigsten. Die Reihenfolge der Schlafphasen ist bei allen Menschen gleich. Sie variieren lediglich in ihrer Länge. Am Schlafprofil einer ganzen Nacht (s. Abbildung) ist zu erkennen, dass die Schlafstadien in etwa eineinhalbstündigen Schlafzyklen ablaufen. Innerhalb eines Zyklus geht zunächst der leichte Schlaf (Stadium 1 und 2) in den Tiefschlaf über, anschließend wird der Schlaf wieder leichter. Bevor sich der gesamte Zyklus wiederholt, folgt die REM-Phase. Die Tiefschlafphasen (Nummer 3 und 4) werden im Laufe der Nacht immer kürzer, während die leichten Schlafphasen und die REM-Schlafphasen deutlich zunehmen.

Die meisten Körpersysteme werden während des Schlafs herunterreguliert – der Puls wird langsamer, der Blutdruck sinkt und der Schläfer atmet langsamer und regelmäßiger. Im REM-Schlaf ist der Herzschlag allerdings vorübergehend wieder schneller und die Atmung ist nicht mehr so regelmäßig wie vorher. Selbst bei Schlafgesunden sind in diesem Schlafstadium kurze Atemaussetzer möglich.
Die Muskelspannung ist allerdings nicht im Tiefschlaf, sondern im REM-Schlaf am geringsten. Der Schlafende kann sich in dieser Schlafphase kaum bewegen.
Gut zu wissen
Die beiden Sätze „Der Schlaf vor Mitternacht ist der Beste“ und „Um leistungsfähig zu sein, brauche ich unbedingt meine acht Stunden Schlaf“ stimmen nicht.
Richtig ist jedoch, dass die ersten Schlafstunden die tiefsten und erholsamsten sind – ganz gleich, ob sie vor oder nach Mitternacht liegen. Auch ein wesentlich verkürzter Schlaf muss deshalb nicht unbedingt negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag haben. Morgens zu früh aufzuwachen oder zu wenig zu geschlafen zu haben und unausgeschlafen zu sein, kann zwar als sehr belastend empfunden werden, biologisch gesehen, ist dies jedoch für den Organismus keineswegs so nachteilig, wie oft geglaubt wird.
Schlafmediziner betonen deshalb, dass es auch nicht sinnvoll ist, sich selbst mit einer bestimmten Zahl von zu erreichenden Schlafstunden unter Druck zu setzen.
Alles aus www.yavivo.de und mehr Tips und Weiterführendes zum Thema unter den Seiten
http://www.yavivo.de/Monatsthema/15Schlaf/15Anatomie/index.html
http://www.yavivo.de/Monatsthema/15Schlaf/index.html

Guten Schlaf wünscht dein Doc



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