Akute Rötungen im Nasen-u.oberen Wangenbereich/Allergiker


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Posted by M.K. (62.27.237.21) on November 20, 2000 at 23:42:29:

Sehr geehrtes Medizin-Info-Team , 2000-11-20 / 23.42 Uhr

bevor ich zu meinem Anliegen komme, möchte ich sie bitten, meinen Brief bitte mit besonderer Aufmerksamkeit zu lesen!

Ich bin 24 Jahre alt (männlich) und leide seit ca. 2 Monaten unter akuten Rötungen im Nasen- und oberen Wangenbereich, die vor allem in den folgenden, für mich ohne Zusammenhang zusehende Situationen
auftreten:
- warmer, heißer und trockener Raumluft/Heizungsluft
- Temperaturwechsel von warm nach kalt und umgekehrt
- Stresssituationen / negativen Gedanken
- körperlicher Anstrengung
- Genus von Cappuccino (nicht bei Kaffee kurioserweise!) und Gewürzen
- neuerdings auch noch beim ESSEN warmer Gerichte (à Nase auch leicht zu)

und absolut unerwartet und unerwünscht in Erscheinung treten, verbunden mit
stark ansteigendem Puls, hoher Temperaturempfindung im Gesichtsbereich
(genau da, wo die Haut extrem stark gerötet ist); sozusagen mit attackemäßigen
Hitzewallungen.
Dieser Vorgang verschwindet fast genauso unerwartet und schnell, wie er auftritt.
Es scheint mir, als ob ich zunächst keinen Einfluss nehmen kann, und fühle mich
diesem ungewöhnlichen Vorgang hilflos ausgesetzt.

Hinzufügen muss ich, dass ich als jugendlicher leichte Akneprobleme hatte; in den
letzten Monaten vor Eintritt der Rötungen aber viele Mitesser auf der Nase und im
oberen Wangenbereich hatte, diese selber ausgedrückt habe
(soll man eigentlich vermeiden), und charakteristisch war eine langanhaltende Rötung
dieser "Knibbelregionen" (bis zu ca. 1 Woche).

Genau diese Regionen sind in den oben angegebenen Situationen neuerdings (ohne Knibbeln) sehr stark durchblutet
und extrem gerötet ( das Gesicht sieht dann so aus, als hätte man den ganzen Tag
geweint/"verquollen"/angeschwollen), was natürlich sehr unangenehm ist, wenn andere
Mitmenschen das ansehen müssen und man selber darunter leidet (ich bin immer schon ein
sehr eiteler Mensch und verliere seit diesem Problem enorm an Selbstbewusstsein und
Selbstwertgefühl. Diese Auswirkung beeinträchtigt mich im alltäglichen Leben, da ich
gewisse Situationen von vornherein meide, da ich Angst habe, die Rötung kommt wieder und andere sehen dies.

Ich bin auch noch Allergiker hauptsächlich gegen Gräser, Frühblüher und Hausstaubmilben.
Ich beginne in 1-2 Wochen eine Desensibilisierung beim HNO (Allergologe).
Meine Nasenschleimhaut ist sehr trocken und oft gereizt.
Dagegen nehme ich eine vom HNO empfohlene zusammengesetzte Salbe:
Chlorhexidinumacet 0,05g
Propylenglycolum 1,50 g
Ol. neutrale 16,5g
Adeps Lause 31,55g

Zugeben muss ich, dass ich im Sommer gegen meine geschlossene Nase (schlecht Luft
Bekommen habe) lange Zeit Schnupfnasenspray benutzt habe, was ich hätte nicht machen dürfen, und dadurch die eh schon trockene Nasenschleimhaut noch trockener gemacht habe.
Abgesetzt habe ich es Ende Juli und bin auf Nasicur umgestiegen.
Ungefähr einen Monat später fing das Rötungsproblem (s.o.) an.


Mein Dermatologe hat folgende Diagnose (Mitte Sept.) gestellt: seborrhoisches Ekzem.

Dass bei diesem Ekzem kleine Flächen im sogenannten T-Bereich/ T-Zone
(Augenbrauen, Nase) gerötet sein können, ist eine charakteristische Eigenschaft des
lästigen Ekzems. Und durch Erythromycin, später Metromidazol ist die Ekzem-Röte
relativ gut verschwunden (morgens war Gesichtshaut nahezu normal in der Hautfarbe; Rötung nahm dann im Laufe des Tages leicht zu).

Diese Ekzem-Röte, wie ich sie nenne, hat aber mit der oben beschriebenen starken, stoßweise eintretenden Rötung
(Nase u. obere Wangen knallrot!!!!) für mich als Laie wenig zutun.

1.Salbe:Ersthromycin 0,5
Ungt.emulsif.aquaos. ad 50,0

2.Salbe:Metromidazol 1,0 g
Ungt.emulsificans
aquasu m ad 50,0g

Ich war bei zwei verschiedenen Dermatologen, letzte Woche zur Blutentnahme und Urinprobe beim Internist und beim HNO (incl. Allergietest)- alles in allem ein Ganzkörper-check-up.

Die Internistenergebnisse liegen mir noch nicht vor, sowie der endgültige Allergietest
(Desensibilisierung vom Dr. empfohlen gegen Gräser, Frühblüher und Hausstaub).


Ich schätze mal, dass bei meinem Problem mindestens zwei Ärzte, ein Hautarzt und ein
HNO (besser noch + Internist), sich ein Bild machen müssen und sollten.

Möglicherweise hängen die Symptome direkt oder indirekt zusammen und evtl. Medikamente
neutralisieren sich gegenseitig.

Zum anderen bin ich mir nicht über die Gesichtssalbe (gegen Seborrhöe) sicher, da der Hautarzt meint, die Gesichtshaut sei fettig, nach bloßem Gesichtswaschen mit warmen und kalten Wasser, die Haut sehr trocken und demnach gereizt und leicht gerötet aussieht; was
für mich bedeutet, die Haut ist eher trocken als fettig.

Es ist mir sehr wichtig, dass sie sich ausführlich zu meinem großen Problem äußern ,da ich sehr verzweifelt und hoffnungslos bin, gegen die stark einsetzende Rötung etwas zu machen.

Ich vermute einen Zusammenhang mit der extrem trockenen Nasenschleimhaut, da bei dauernder Anwendung der oben angegebenen Nasensalbe und Nasicur, die Nase länger frei ist und dann auch kaum rot ist.

Fakt: Immer wenn die Nase und oberen Wangen knall rot sind, ist gleichzeitig die Nasenschleimhaut angeschwollen und die Nase auch zu (bekomme weniger Luft).

Es besteht also ein Zusammenhang zwischen der Rötung und der "geschlossenen" Nase.

(Meine peripheren Körperregionen („Extremitäten“ wie Hände und Füße) sind oft wenig durchblutet, d.h. sehr kalt.)

Was ist ihre Meinung zu meinem Problem/Krankheitsbild?
Welche Diagnose stellen sie?
Wie erklären sie sich meine Symptome?
Kommt ihnen mein Problem bekannt vor?
Wie können sie mir helfen (direkt/indirekt)?
Welche Möglichkeiten habe ich?
Habe ich Chancen? Welche?
Wo liegen die Ursachen für das Problem?

Wichtige Frage: Gibt es medizinisch die Möglichkeit, das Volumen, der durch die Nase ein- und
ausgeatmeten Luft zu ermitteln?
Falls ja, kann amn doch Rückschlüsse auf die Größe der Nasenöffnungen schließen
(Polypen, Scheidewand,...)?


Diese Problem scheint mich langsam zu beherrschen, da meine Gedanken sich permanent
um das unerklärliche Problem drehen, und mein Selbstbewusstsein mehr und mehr dadurch schwindet.
Derzeit habe ich wenig Hoffnung und zähle jetzt auf ihre Unterstützung!

Irgendwie vermute ich, dass die Ursache organisch und weniger seelisch begründet ist, wenn man sich nur all die Symptome vor Augen führt und die „scheinbar“auslösenden Faktoren in Betracht zieht.
Ich möchte das nicht nur glauben, sondern auch wissen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und für die Zeit, die sie sich gerade für mich nehmen.
Ich weiß das mit Sicherheit auch zu schätzen.

Vielen Dank für ihre Antwort und Ratschläge (Erklärungen) im voraus!
Ich hoffe, sie können etwas Licht ins Dunkel bringen und verbleibe hiermit

mit freundlichen Grüßen
M.K.
mailto:mk76@uni.de




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