Create your own Wall
Wer hat sich nicht schon oft gewünscht, eine eigene Boulderwand in den eigenen 4 Wänden zu besitzen? Unabhängig von Hallen, Öffnungszeiten und Witterung zu sein?
Und was hält einen eigentlich davon ab? Oft liegt es wohl daran, dass man gar nicht weiß, wie man es anpacken soll, welche Materialien man dazu benötigt, welche Kosten auf einen zukommen! Zudem ist man sich nicht sicher, ob das Teil dann auch wirklich hält, und ob es nicht doch einer ausgefeilten Statik bedarf. Wir sagen: verliert die Scheu! Es handelt sich hierbei um ein einfaches Bauprojekt, das wirklich jeder ungeübte Heimwerker leicht meistern kann. Kostentechnisch ist es auch nicht so schlimm, wie man vielleicht denken mag. Für die "ganz kleinen Geldbeutel" kann man sich zudem überlegen, ob nicht mehrere Freunde und Bekannte zusammenlegen wollen. Oder????

SCHRITT 1 ÖRTLICHE PLANUNG
Diese Fragen mußt du dir vorher beantworten. Hierzu ein paar Tipps:

SCHRITT 2 BAUWEISE
Hier bieten sich 2 verschiedene Modelle an, wobei wir die 2. Variante für sinnvoller halten, und auf diese später auch näher eingehen werden:
1. Du schraubst die Griffe direkt in die bestehende Wand. Das hat die Vorteile, dass es zum einen kostengünstiger ist, zum anderen ist die Wand in nullkommanichts fertiggestellt und bekletterbar. Allerdings ist dies nur bei Betonwänden oder anderen festen Hinterwänden durchführbar. Bei älteren Einrichtungen, die oft aus Ziegel sind, wirst du ziemlich schnell ein echtes Problem haben: Abgesehen davon, dass dir während der Einbohraktion schon fast alle Löcher platzen könnten, werden dir bei möglichem Doch-Gelingen nach kürzester Zeit die Griffe samt Dübel entgegenfallen. Nehmen wir aber an, du hast festen Beton als Hintergrund, dann brauchst du nichts anderes als Metalldübel (z.B. Fischerdübel), Inbusschrauben und Griffe. Achte bei dieser Variante bitte darauf, dass die Wandfläche eben ist, da dir sonst schnell die Griffe brechen werden. Allgemein vielfältiger ist jedoch der nächste Vorschlag:
2. Du baust dir die Wand mittels Unterkonstruktion aus.Diese Bauart dauert vielleicht etwas länger, kostet mehr, hat dafür aber den Vorteil, dass sie sehr variabel ist und euch ein Kletterleben lang begleiten kann. Je besser ihr werdet, umso mehr könnt ihr sie verstellen und eurem Trainingsstatus anpassen. Die Wand wächst mit eurem Leistungsstandard.Im folgenden setzen wir euch deshalb eine Materialliste für die Anbringung einer Unterkonstruktion mit variabler Neigung zusammen. Optimal wäre es, wenn die Wand im Endstatus mind. eine Breite von 3 m. und eine Höhe von 2 m. aufweisen würde. Natürlich könnt Ihr anhand der Ca.-Einzelpreise auch jede andere Größe berechnen.

SCHRITT 3 MATERIALIENKAUF
Nachstehend handelt es sich sowohl um einen Konstruktionsvorschlag, als auch um Etwa-Preise. Vielleicht kommt der eine oder andere auch günstiger an die Artikel ran.
Bei den Klettergriffen haben wir einen Mix aus allen Grössen berechnet. Je nach Neigung benötigt ihr kleine oder große Elemente. Nachstehend stellen wir die Preise der Griffgrößen etwas explizierter dar:
Griffe könnt Ihr auch über uns bestellen! Einfach ein E-Mail senden, was Ihr plant!

SCHRITT 5 AUSFÜHRUNG
Im folgenden erläutern wir die aufwendigste, wenn auch beste Konstruktion, die Anbringung einer variablen Neigung:

Entweder Ihr fangt nun gleich mit dem Einschrauben der Griffelememte an, oder Ihr bemalt eure Platten noch.Auf jeden Fall ist eure eigene Wand nun zum Klettern bereit.
ZUSÄTZLICHE TIPPS VON UNS:
TIPP1: Koordinaten
Erstelle an deiner Boulderwand ein Koordinatensystem: Links die Ziffern, rechts die Buchstaben. So kannst du leichter ein Boulderbuch erstellen, Boulder definieren, zurückliegende Boulder nicht vergessen und diese schnell wieder nachvollziehen.

TIPP 2: Zeichen definieren
Um obiges zu erleichtern, setze zusätzlich zu den Koordinaten Griffvariationen fest, z.B.:
Ein Boulder könnte so beschrieben sein: A8 / M + D10 / R / UG + E12 / L / ÜK +.... Selbstverständlich ist das nur eine von vielen möglichen Ideen und vielleicht kreiert ihr ja auch ein besseres Beschreibungssystem.
TIPP 3: Tritte
Ein ewiges Problem nach dem Winter, d.h. nach dem Hallen- und Bouldertraining ist die schlechte Fußtechnik. Die Kunstgriffe sind oft zu groß, um effektiv an der Steh- und Fußtechnik zu arbeiten. Kommt man dann die ersten Male an den Felsen, hat man oft ein echtes Problem mit den kleinen Leistchen. Vorbeugen könnt ihr hier, indem ihr an der Wand "schlechte" Fußtritte einbaut, z.B. winzige Spaxtritte. Inzwischen vertreibt fast jede Klettergriff-Firma auch Microtritte, die mit zwei Spaxschrauben befestigt werden.