Felssperrung Martinswand

Ein durch Sprengungsarbeiten im unmittelbar angrenzenden Schotterwerk verursachter Felssturz führte zu einer Sperre des Top-Klettergartens "Dschungelbuch" und des Kaiser-Max-Klettersteiges im Bereich der Martinswand bei Innsbruck.

Wie wir auf der Seite des Österreichen Alpenvereins erfuhren, sieht die Sachlage nun so aus:

"Am 17. Juli 2000 hat eine Besprechung mit der Bergbaubehörde, der Bezirkshauptmann-schaft, dem Landesgeologen, der Berghauptmannschaft, Straßenverwaltung, Gemeinde Zirl und dem Steinbruchbetreiber stattgefunden. Es ging dabei um die Sanierung des unmittelbar östlich an den Steinbruch anschließenden Klettergartens Dschungelbuch. Derzeit ist folgender Ablauf geplant:

1. Bis zum Herbst soll die Bundesstraße im gefährdeten Bereich provisorisch Richtung Süden (Martinsbühel) verlegt werden, womit eine generelle Befahrung der Bundesstraße wieder aufgenommen werden kann. Abhängig ist dies jedoch von der Zustimmung des Grundbesitzers, da ein Enteignungsverfahren zu lange dauern würde.

2. Von oben her wird mittels mehrerer Terrassen das Dschungelbuch bis zu jenem Plattenbereich, in dem die Touren "Krieg der Knöpfe" etc. sind, schräg von oben nach unten abgebaut und nach hinten schräg abgeflacht. Der gewonnene Raum wird dazu benützt, um den Schutzdamm zwischen Bundesstraße und Steinbruch weiter nach Osten zu ziehen. Diese Arbeiten dürften sich bis zum Abschluss über maximal eineinhalb bis zwei Jahre hinziehen.

3. Gesperrt bleibt während dieses Zeitraums der Bereich vom Klettersteigparkplatz im rechten Winkel nach oben zur Felswand. Das Parken am Klettersteigparkplatz ist erlaubt, ebenso der Zustieg zum Klettersteig. Der Abstieg vom Klettersteig soll über den "Normalweg" erfolgen, wobei das Sperrgebiet unmittelbar vor dem Dschungelbuch über den Privatweg, der zum Martinsbühel führt, umgangen werden kann. Während des Sommers wird noch eine diesbezügliche Hinweistafel am Klettersteigparkplatz aufge-stellt und das Sperrgebiet mittels Plastikbändern durch den Wald hinauf bis zum Ostteil des Dschungelbuches abgegrenzt. Damit dürfte der Bereich des Dschungelbuches im Sektor "Umfrage" offen bleiben.

Ob noch eine Möglichkeit besteht, mittels eines Alternativgutachtens, das ein Teil des Zirler Gemeinderates verlangt (Kosten ATS 400.000,--), das Sanierungsgebiet zu reduzieren, ist derzeit offen, aber eher unwahrscheinlich."